Frischer Muth

O. Wermann

Das ist eine wilde, stürmische Fahrt,

Ein kühnes, ein keckes Wagen!

Es heult der Sturm nach Sturmes Art,

Ans Schiff die Wellen schlagen.

Es schäumt die Flut, es schwankt das Bot,

Es schwankt nach unten und oben;

Ja, zwischen den Schiffer und den Tod

Ist nur ein Brett geschoben.

Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt,

Jung frein mag niemand reuen,

Und wer sein Lieb von Herzen minnt,

Der darf den Tod nicht scheuen.

Das Zögern macht mir angst und bang

Und bringt nicht aus der Stelle;

Drum frisch durch Sturm und Wogendrang:

Bei Gott, fahr zu, Geselle!