Vergänglichkeit und Ewigkeit

O. Wermann

Gleich wie vom goldnen Becher der Schaum

Flüchtig vergehet,

Also verwehet

Unserer Jugend holdseligster Traum.

Lacht auch der Tag noch mit lockender Pracht,

Unseren Bahnen,

Ehe wir's ahnen,

Sinket hernieder die schweigende Nacht.

Liebend nur hüllet in Schlaf uns der Tod,

Dass wir nicht schauen

Nächtiges Grauen,

Er ist der Retter, der Freund in der Noth.

Leise doch wallet die göttliche Hand,

Trägt zu der Ferne,

Leuchtender Sterne,

Unsere Seele in's himmlische Land.