Du fröhliche, selige Frühlingszeit

Otto Schmidt

Die Ströme rauschen und schwellen

durchs maiengrüne Tal,

es sucht mit den Äuglein, den hellen

die Blüten der Sonne Strahl.

Die Lerchen, sie jubeln weit und breit:

o du fröhliche, selige Frühlingszeit!

Ich steh' im grünen Haine

beim stillen Jägerhaus,

da schaun im Frührotscheine

zwei dunkle Augen heraus,

die leuchten un sagen mit süßem Leid:

o du fröhliche, selige Frühlingszeit!

Ich steh' in süßen Träumen

im maiengrünen Land,

da Schimmert zwischen den Bäumen

hervor ein weisses Gewand.

Nun ruht mir am Herzen die süße Maid:

o du fröhliche, selige Frühlingszeit!