Die Vereinung

P. Grønland

Blickt auf, wie hehr das lichte Blau

Hoch über uns sich wölbet!

Wie fern den grünen Glanz der Au

Die Butterblume gelbet!

Um uns im Sonnenscheine wehn

Der Buchen zarte Blätter;

Aus tausend Kehlen schallt, wie schön!

Vielstimmiges Geschmetter!

Ringsum an Bäumen und Gebüsch

Entschwellen junge Triebe!

Hier schattets kühl! Hier athmet frisch,

Und trinkt den Geist der Liebe!

Wir beben dir, der Liebe Geist,

In dieser Auferstehung,

Wie wenn du einst vom Tod' erneust

Zu seliger Erhöhung!

Aus allen Völkern rauschen dann

Verklärte Millionen,

Die brüderlich gesellt fortan

Den neuen Stern bewohnen!

Durch Farb' und Glauben nicht getrennt,

An Sinn und Thaten höher,

Sind Ihm, den selbst kein Jubel nennt,

Die Brudervölker näher!

Schon hier vereint in Lieb' und Recht

Sei aller Welt Gewimmel!

Wir sind ja Eines Staubs Geschlecht,

Bedeckt von Einem Himmel!

Wir spielen all' im Sonnenschein,

Vergnügt gemeiner Gabe;

Wir ruhn und steigen, groß und klein,

Gestärkt aus unserm Grabe!

Aus allen Völkern schall' empor

Gesang zum Ungenannten:

Wie jedes sich den Dienst erkohr,

Wie seinen Gottgesandten!

Gern hört der Vater Aller so

Sich vielfach angelallet,

Wie hier im jungen Laube froh

Der Waldgesang erschallet!