An Damon

P. Kayser

Damon, eile zu dem Hain,

Den wir jeden Mai besuchen,

Unter feierlichen Buchen

Unsre Schwüre zu erneu'n,

Der Natur getreu zu sein;

Und im Pfad der Grazien,

Der mit Rosen überdecket

Sich durch sanfte Höhen strecket,

Immer weiter fortzugehn,

Bis wir ihre Gottheit sehn. --

Welche nie gehauchte Luft!

Schon umströmt mich neue Wonne!

Neue Fluren! Neue Sonne!

Eine Götterstimme ruft:

Folge diesem Weihrauchduft! --

Glänzend über dem Altar

Sehn die Grazien hernieder,

Bei dem Klange süßer Lieder;

Und ein sanftes Täubchen-Paar

Bringt die junge Unschuld dar.