Blumen und Lieder

P. Lindpaintner

Sonnig lacht der helle Mai,

flüchtig rinnt der Quell vorbei,

und von Blumen prangt die Weide;

üppig blüht die ein' empor,

und die and're schaut hervor

schüchtern aus dem grünen Kleide.

Also sendet mild und rein

ihren lauen Sonnenschein

in das Herz die Liebe nieder,

und in sehnsuchtsvoller Brust

wechseln flüchtig Leid und Lust;

ewig keimen neue Lieder.

Welkt, ihr Blumen, gern dahin,

denn euch grüßt die Schäferin

freundlich im Vorüberwallen.

Lieder, fordert keinen Dank,

wenn auch nur Minuten lang'

meiner Liebsten ihr gefallen.