Auf einem nächtlichen Marsch

P. Müller-Zürich

Sturm und schräger Regenstrich,

Schwarze Felderweite,

Wolkenschatten feierlich

Geben uns Geleite.

Plötzlich aus erhelltem Schacht

Dunkler Wolkenhänge

Blickt die monderfüllte Nacht

Still in das Gedränge.

Himmelsinseln blauen rein,

Strenge Sterne grüßen,

Wolkenrand im Mondesschein

Wallgat sic in Silberflüssen.

Seele, Seele, sei bereit!

Ferne Brüder rufen

Aus der Finsternis der Zeit

Dich zu goldnen Stufen.

Seele, nimm das Zeichen an,

Bade dich im Weiten!

Gott wird deine dunkle Bahn

Noch zum Lichte leiten.