Traumklänge

P. Scheinpflug

Es ist ein süße, blaue Musik,

aus Dämmer und Duft gewoben,

und ist wie zarter Nebelhauch

im hellen Frühwind zerstoben.

Sie klingt in reifender Sommernacht,

wenn leis' die Ähren sich wiegen

und Mondesschimmer leuchtend weiß

über die Felder fliegen.

Dann fühl' ich sacht' durch meinen Traum

seltsame Töne weh'n,

als hört' ich über die schlafende Flur

verlorene Glocken geh'n,

die mir aus fernem Wunderland

verheißende Märchen singen;

und lächelnd senkt sich in meinen Traum

ein Glück mit zitternden Schwingen.