Als wie in Maientagen

P. Tietz

Als wie in Maientagen

Im schönsten Grün die Welt;

Frisch die Wälder noch ragen,

So licht erhellt.

Noch warmes, heitres Leben,

Kein einzig Blatt noch falb;

Singend Vögelein schweben

Noch allenthalb.

Ein Windhauch nur so eigen

Geht plötzlich durch die Luft;

Blasse Blumen sich zeigen,

Ach, ohne Duft!

O ewig neue Klage,

O alte, bittre Noth:

Selig froh noch die Tage,

Und nah der Tod!