Der blitzende Jänner, der ist dein Mai
P. Tietz
Der blitzende Jänner, der ist dein Mai,
Drum hallt in den Lüften so frisch dein Schrei;
Drum hebst du die Schwingen so leicht, so schön,
Daß weithin sie schimmern herab aus den Höhn.
Drum stürzest du nieder in jähem Schuß,
Zu grüßen den dampfenden, grünen Fluß,
Und schwimmst auf den Wogen so keck durch's Eis,
Schnellst wieder zur Höh dich mit jubelndem Preis.
Und brauset der Schneesturm auch noch so kalt,
Nur heller und froher dein Jauchzen schallt;
Nur eiliger fliegst du daher, dahin,
Hinauf und hernieder mit glücklichem Sinn.
Der blitzende Jänner, der ist dein Mai,
Ei! käme wie dir, auch er mir bald herbei!
Daß mitten im Winter den Lenz wie du
Säh blühn ich, o Möwe, und schimmern im Nu!