Die Berge stehn so dunkelschwarz
P. Tietz
Die Berge stehn so dunkelschwarz,
Als wie in tiefer Trauer;
Die Büsche zittern vor dem Wind,
Als wie in Fieberschauer.
Da bricht mit Müh' ein letzter Strahl
Durch eine Wolkenschichte;
In weiter Fern' ein Gipfel noch
Erglänzt in hellem Lichte.
Und tröstend flüstert's aus dem Strauch
Hinein in meine Klage:
Nie fehlt, o nie ein Sonnenblick
Dem allertrübsten Tage!
Und wär's ein noch so matter Strahl,
Dein Leid mag er zerstreuen;
Gar wenig braucht's, um himmelhoch
Den Armen zu erfreuen!