O! wer mit der Liebsten thut reisen
P. Tietz
O! wer mit der Liebsten thut reisen,
Dem blühet der Frühling zur Stund,
Ob düster und grau noch der Himmel,
Ob kahl noch des Thales Grund.
Gleich muß ja die Sonne mir lachen,
Ach! blickst du so wonnig mich an!
Gleich müßen die Lerchen sich schwingen
Glückselig hinauf von dem Plan.
Und glühen dir, Holde, die Wangen
Wie flammende Rosen so schön,
Gleich seh' ich's ja sprossen im Grunde,
Gleich seh' ich's ja blühn auf den Höhn!
Ja! wer mit der Liebsten thut reisen,
Der hat wohl das Glück zum Geleit:
O nähme der Weg nur kein Ende,
Wär tausend Mal er nur so weit!