Unsichtbar, bei Tag und Nacht

P. Tietz

Unsichtbar, bei Tag und Nacht,

Schwebt um dich der Mutter Flehen;

Wie der heilgen Engel Wacht

Überall will's mit dir gehen.

Froh zieh deines Weges fort,

Kind, mit diesem Schild und Hort!

Eh du ahnest die Gefahr,

Hat das Flehn sie abgewendet;

Eh du zagest, wunderbar

Ist dir Tröstung schon gesendet.

Fest wie Gottes ewges Wort,

Kind, ist dieser Schild und Hort!

Alles, ach! mag sinken hin,

Nimmer doch die Muttertreue;

Auch vom Himmel wird umziehn

Dich ihr Flehen stets auf's neue.

Heil! dir bleibet hier und dort,

Kind, dein bester Schild und Hort!