Die Perlen meiner Seele

Paul Breisach

Die Perlen meiner Seele

Haben keinen andern Sinn, du Süße,

Als daß ich sie hinstreue,

Vor deine kleinen launischen Füße.

Solange meine Pulse schlagen,

Gehör ich dir.

Wenn ich dereinst begraben bin,

Werde ich als Staub vom Grab her wirbeln

Und den Saum deines Gewandes küssen,

Voller Liebe.

Du meinst mir Kränkendes zu sagen.

Du irrst dich.

Deine Bitterkeiten gehen über Lippen,

Die so süß sind, daß alles,

Was mein Ohr erreicht,

Nur liebevolles Schmeicheln ist.

Niemals kommen wir zusammen,

Du und ich,

Was ich dir zuliebe tu,

Verschmähst du.

Gram, den du mir zufügst,

streif ich ab.

Schmück ich dich mit allen Kostbarkeiten,

Zürnst du mir.

Und deine Zornesworte

Lächelnd nehm ich sie

Wie einen Gruß der Gnade auf.

Ich möchte aus deinem Haar

Eine endlose Flechte winden,

Um mich hinzuschwingen

Von Stern zu Stern,

Um allen kreisenden Welten

Frohlockend deine Schönheit zu künden.