Die Nacht ist kommen
Paul Claussnitzer
Die Nacht ist kommen,
Drin wir ruhen sollen;
Gott wal'ts, zum Frommen
Nach sein'm Wohlgefallen,
Daß wir uns legen
In sein'm G'leit und Segen,
Der Ruh' zu pflegen.
Treib, Herr, von uns fern
Die unreinen Geister,
Halt die Nachtwach' gern,
Sei selbst unser Schutzherr,
Beschirm Leib und Seel'
Unter deinen Flügeln,
Send' uns dein' Engel!
Laß uns einschlafen
Mit guten Gedanken,
Fröhlich aufwachen
Und von dir nicht wanken;
Laß uns mit Züchten
Unser Tun und Dichten
Zu dein'm Preis richten!