Am Torweg
Paul Frommer
Es glänzt die laue Mondennacht,
Die alten Giebel ragen;
Das Bündel ist zurechtgemacht,
Im Torweg steht der Wagen.
Und unterm Torweg standen zwei,
Kein Dritter stand daneben,
Die sprachen noch von Lieb' und Treu',
Dann geht's hinaus ins Leben.
Das letzte Röslein gab sie ihm
Und gab ihm beide Hände
Und küsste ihn sacht - und wie er ging,
Da ging ihr Trost zu Ende.
Der Hufschlag dröhnt, das Posthorn schallt,
Durch's Tor hin rollt der Wagen,
Ihr war, als hätt' er all ihr Glück
Im Bündel fort getragen.