Wenn ich an den letzten Abend gedenk
Paul Hoppe
Wenn ich an den letzten Abend gedenk,
Als ich Abschied von dir nahm!
Ach, der Mond, der schien so hell,
Ich mußt scheiden von dir,
Doch mein Herz bleibt stets bei dir,
Nun ade, ade, ade,
Feinsliebchen lebe wohl!
Meine Mutter hat gesagt,
Ich sollt 'ne Reiche nehm'n
Die da hat viel Silber und Gold.
Doch viel lieber will ich mich
In die Armut begeb'n,
Als dich, mein Schatz, verlassen.
Nun ade, ade, ade,
etc.
Großer Reichtum bringt uns keine Ehr,
Große Armut keine Schand.
Ei, so wollt ich, daß ich
Tausend Taler reicher wär
Und hätt' dich an meiner Hand.
Nun ade, ade, ade,
etc.
Ich gedenke noch einmal reich zu werd'n,
Aber nicht an Geld und Gut.
Wollte Gott mir nur schenken
Das ewige Leb'n,
Ei, so bin ich reich genug.
Nun ade, ade, ade,
etc.
Das ewige Leb'n, viel Glück und Seg'n
Wünsch ich dir viel tausendmal!
Und du bist mein Schatz
Und du bleibst mein Schatz,
Bis in das kühle Grab.
Nun ade, ade, ade,
etc.