Stelldichein

(Peter) Nicolai von Wilm

Kommt die Nacht mit ihrem Schatten

schleich ich still zum Garten hin

setz mich lauschend auf die Moosbank

in die Laube von Jasmin.

Doch allein so da zu sitzen

wird die Zeit mir gar zu lang

Und mein Liebchen herzulocken

laß ich schallen meinen Sang

La, la, la, la, la. la la, la, la, la, la

Und sie hört mein helles Singen

löscht geschwind das Lämplein aus

Öffnet schnell das kleine Fenster

streckt ihr liebes Köpfchen 'raus

Alles liegt in tiefem Schlummer

keine Seele ist mehr wach

Und zum Zeichen, daß sie komme

sSingt sie leis mein Liedchen nach

La, la, la, la, la. la la, la, la, la, la

Ei wie wird geküßt, gekoset

wie geplaudert und gelacht

Doch die Freude währt nicht lange

denn gar bald ist Mitternacht

Einen Kuß noch eh' wir scheiden.

einen heißen, langen Kuß

aus der Ferne noch erklinget

meines Liedes letzter Gruß

La, la, la, la, la. la la, la, la, la, la