Ich hab' ein Mann, der garnichts kann
R. de Lassus
Ich hab' ein Mann, der garnichts kann,
als essen, trincken, trincken, schlafen.
Ist nachts ein Block, bei Tag ein Stock.
Er taugt wohl in Schlaraffenland.
Hätt' er ein G'werk,
fürwar er sterb,
all Arbeit tut er fliehen,
all Arbeit tut er fliehen.
Oft filtz' ich ihn, doch ohn' Gewinn,
kann nichts aus ihm erziehen,
kann nichts aus ihm erziehen.
Ich armes Weib hab' meinen Leib
ein'm znichten Mann verkaufet,
der nichte thut, helt guten Mut,
nur stets spilt, frisst und saufet.
Wann er Haim kumbt,
nur greint und brumbt
ihm ist nichts recht geschaffen.
Wie ich ihm thu,
hab' ich kein Ruh.
Allein er leg sich schlafen,
allein er leg sich schlafen.