Ein Sommernachtstraum
R. Förster
Der Abend war so schön,
ich legte froh mich nieder,
da tönten Weisen mir,
es waren Jugendlieder,
und mächtig drangen die Töne
ins Herze einzig süß;
erzählten von der Liebe,
die Gott mir einst verhieß.
So schön wie ein Märchen
aus Tausendeiner Nacht
warst du, du süßer Traum,
in deiner Wunderpracht.
Mich zogen mit Gewalt
die schönen Harmonieen
zum Himmelszelt empor,
zur Welt der Melodieen.
Und paradiesisches Leben
ringsum mein Auge sah;
ich fühlte, dass der Himmel
mir Glücklichem war nah'.
So schön wie ein Märchen
etc.
Die Arme streckt' ich aus,
den Himmel zu umschließen,
um ganz die Seligkeit
der Liebe zu genießen.
Zwei Augen sah'n auf mich innig,
jetzt wrd mir alles klar:
Der Himmel meines Traumes,
es war dein Augenpaar.
So schön wie ein Märchen
etc.