Immergrün

R. Förster

Ach, wie schön bist du, wenn traulich

Dein Gemüt sich mir erschließet,

Und von nobelster Gesinnung

Deine Rede überfließet!

Wenn du mir erzählst, wie immer

Du so groß und würdig dachtest,

Wie dem Stolze deines Herzens

Du die größten Opfer brachtest!

Wie man dich für Millionen

Nicht vermöchte zu erwerben -

Eh du dich für Geld verkauftest,

Lieber würdest du ja sterben!

Und ich steh vor dir und höre,

Und ich höre dich zu Ende;

Wie ein stummes Bild des Glaubens,

Falt ich andachtsvoll die Hände -