Abends
R. Franz
O lächle, Freund der Liebe, endlich wieder
Zu mir herab;
Du siehst so trübe auf mein Fenster nieder,
Wie auf eun Grab.
O sieh', wie mir ein sehnend heiß Verlangen
Im Herzen schleicht;
Es malt sich, blaß wie du, auf meinen Wangen
Von Tränen feucht.
In Wehmut stumm, ach! Falt' ich meine Hände
Und blick' umher,
Und finde Niemand, der mein Herz verstände,
Als Du und Er!