Frühe Klage

R. Franz

Aus der Ferne schallen Gesänge,

Froh von zitternder Luft gewiegt;

Müsset verwehen, liebliche Klänge,

Luftig und leicht, wie die Jugend verfliegt.

Kränze, im frischen Frühling gewunden,

Welken, ehe der Mai verblüht,

Ach! und ehe der Lenz verschwunden,

Schleichet die Sorge zum jungen Gemüth.

Ziehet vorüber, fröhliche Lieder,

Macht mir das Herz nicht enge, nicht bang,

Alter Zeiten gemahnt ihr mich wieder,

Leise lasset verhallen den Klang!