Gleich wie der Mond so keusch und rein

R. Franz

Gleichwie der Mond so keusch und rein,

So bist du, holdes Mägdelein,

Mir in der Nacht des Herzens aufgegangen.

O sanfter Schein, o mildes Licht,

Das mir aus deinem Angesicht

Entgegen nun mit stillem Zauber strahlet!

Mein Herz war wie die wilde See,

Wenn sie der Sturm treibt in die Höh,

Doch nun hat es dein sanfter Schein gestillet.

Und ob es wallet oder ruht,

Du lenkest seine Ebb' und Fluth,

Du holde Maid, mit deinem sanften Scheine.