In Blüthen
R. Franz
Nun, da die Bäum' in Blüthen stehn,
Seh' ich sie wohl allein,
Sie Blume selbst nach Blüthen gehn --
Ahi! du Wunderschöne, ich wollt' du wärest mein.
Dein Haar ist braun, dein Auge rein,
Und all dein Angesicht
Wie Apfelblüth' im Morgenschein,
Doch wärst du stolz von Herzen, wär' all' mein Freud' zunicht.
O schau die volle Blüthenpracht
Rings in dem grünen Thal,
Der Wind verweht sie über Nacht --
Der Jugend schöne Blume, sie welkt auch dir einmal.
O könnt' ich nur mit dir allein
Zu dieser schönen Frist
Einmal, du Wunderschöne, sein,
Ahi! du solltest sehen, was treue Liebe ist.