Rheinweinlied

R. Franz

Wo solch ein Feuer noch gedeiht,

Und solch ein Wein noch Flammen speit,

Da lassen wir in Ewigkeit

Uns nimmermehr vertreiben.

Stoßt an! stoßt an! der Rhein,

Und wär's nur um den Wein,

Der Rhein soll

deutsch

verbleiben.

Herab die Büchsen von der Wand,

Die alten Schläger in die Hand,

Sobald der Feind dem wälschen Land

Den Rhein will einverleiben!

Haut, Brüder, mutig d'rein!

Der alte Vater Rhein,

Der Rhein soll

deutsch

verbleiben.

Das Recht' und Link', das Link' und Recht',

Wie klingt es falsch, wie klingt es schlecht!

Kein Tropfen soll, ein feiger Knecht,

Des Franzmann's Mühle treiben.

Stoßt an! stoßt an! der Rhein,

Und wär's nur um den Wein,

Der Rhein soll

deutsch

verbleiben.

Der ist sein Rebenblut nicht wert,

Das deutsche Weib, den deutschen Herd,

Der nicht auch freudig schwingt sein Schwert,

Die Feinde aufzureiben.

Frisch in die Schlacht hinein!

Hinein für unsern Rhein!

Der Rhein soll

deutsch

verbleiben.

O edler Saft, o lauter Gold,

Du bist kein ekler Sklavensold!

Und wenn ihr Franken kommen wollt,

So laßt vorher euch schreiben:

Hurrah! hurrah! der Rhein,

Und wär's nur um den Wein,

Der Rhein soll

deutsch

verbleiben.