Träume
R. Franz
Lieblich blühn die Bäume
Voller Schmelz und Duft,
Goldne Frühlingsträume
Schwirren klingend durch die Luft.
Meine trunkne Seele
Träumend vergißt,
Was ihr ewig fehle,
Daß sie tief verwundet ist.
Was dahin gegangen,
Kehrt im Traum zurück,
Und mit scheuem Bangen
Hoff' ich wieder neues Glück.
Aber durch die Blätter
Zittert die Luft,
Und bald nimmt ein Wetter
Traum und Blüthen Schmelz und Duft.