Wenn drüben die Glocken klingen
R. Franz
Wenn drüben die Glocken klingen
In heiliger Weihenacht,
Da taucht das Schloss aus den Fluten,
Die alte versunkene Pracht.
Der Mond mit stillem Grausen
Die Zinnen und Türme bescheint,
Die bleiche Frau sitzt oben
Und betet leise und weint.
Wenn ich die Stimme hörte,
Die Stimme so glockenrein,
Da wollte die alte Liebe
Am alten Platze sein.
Wenn ich die Stimme hörte,
Da hab ich immer gemeint,
In mir die alte Liebe,
Sie betet leise und weint.