Auf Nimmer-Wiedersehn
R. Genée
Auf ewig soll ich Dir entsagen,
Mein Vaterland? Wie werd' ich's tragen!
Des Herzens Schlag, die feuchte Wange,
Der Pulse Klopfen sprechen bange:
Auf Nimmerwiedersehn!
Ihr Wälder scheint voll bittern Leides
Trotz Eures reichen Frühlingskleides!
Warum, Ihr Hügel und Ihr Flüsse,
Warum schickt Ihr mir Abschiedsgrüsse:
Auf Nimmerwiedersehn!
Am Walde dort die kleine Hütte
In dicht belaubter Linden Mitte:
Auf ihrer Schwelle stehn die Meinen,
Mir nachzurufen unter Weinen:
Auf Nimmerwiedersehn!
Den Ruf, ich kann ihn nicht mehr hören.
Bin schon allein mit meinen Zähren,
Soll fern ja mit dem Schicksal ringen,
Nur durch den Sturm noch scheint's zu klingen:
Auf Nimmerwiedersehn!