Träume
R. Herman
Hoch am Felsen eine Tanne steht,
Schwankt und rauscht, vom Nachthauch stark umweht,
Wie im Traume, hell vom Mond umsäumt:
Weiß ich aber, was die Tanne träumt?
Bei der Tanne lag ich in der Nacht.
Und es schneite aus der Sternenpracht
Hell herunter mir ein goldner Traum:
Aber was ich träumte weiß ich kaum.