Fischerlied

R. Kruckow

Die Wellen die wogen und schäumen

Und schaukeln die Gondeln umbher;

Der Fischer will länger nicht säumen,

Und schiffen die Kreuz und die Quer.

Die Wellen, die schwellen

Im liebenden Hang;

Die Wellen zerschellen,

Juchheisa! Kling, klang!

Sein Schätzel mit rosigen Wangen

Fährt mit in die wogende Flut;

Sie weiß ja zu angeln, zu sangen,

Sie wirst ja die Netze so gut!

Die Wellen, die schwellen

Im liebenden Hang!

Die Wellen zerschellen,

Juchheisa! Kling, klang!

Die Sonne, die lächelt so heiter,

Wie küßt sich's so süß und so traut;

Die Gondel will nimmermehr weiter,

Seit Aug' in das Auge sich schaut!

Die Wellen, die schwellen

Im liebenden Hang!

Die Wellen zerschellen,

Juchheisa! Kling, klang!

Die Wellen die wogen und schäumen,

Die Gondel steht ruhig im See,

Und Fischer und Fischerin träumen,

Den Fischlein geschiehst kein Weh! --

Die Wellen, die schwellen,

Im liebenden Hang!

Die Wellen zerschellen,

Juchheisa! Kling, klang!