Du sahst in hohe Lichthofmauern

R. Maux

Du sahst in hohe Lichthofmauern

und spieltest still in dumpfem Raum,

es lag ein unverstandnes Trauern

auf deinem blassen Kindheitsträum.

Und deine Tage waren bleiern,

die Mutter krank, der Vater roh;

und manchmal kam ein Krüppel leiern—

dann lauschtest du und weintest so.

Was kann dir nun der Sommer taugen?

Müd, wie mit scheuem Schwingenschlag,

durchirren deine Heimwehaugen

den uferlosen Sonnentag.