Offne Arme und pochende Brust

R. Philipp

Offene Arme und pochende Brust,

Herzen voll Hoffnung und Träume voll Lust,

Willst Du es wagen?

Kannst Du es tragen?

Was wie des Himmels Unendlichkeit

Mit allen Sternen so hoch und weit, --

Liebesseligkeit?

Siehst Du nicht auf des Auges Grund,

Fühlst Du nicht auf dem brennenden Mund

Heißes Verlangen?

Beben und Bangen?

Hauchet der Athem nicht: gieb! o gieb

Eines und Alles dem Liebsten zu Lieb,

Was Dir noch blieb?

Wenn ich Dich frage: bist Du auch mein?

Über die Lippen nicht bringst Du das Nein!

[Wunsch ist Beginnen

Ohne Besinnen,]

Nimm mich! o nimm mich! so flüsterst Du leis,

Und was Liebe von Liebe weiß,

Dein ist der Preis!

Zauberisch strömet der Seelen Erguß

Über und über im minnigen Kuß!

Will uns das Leben

Wonnig verschweben?

Alles versinket in brausender Fluth,

Da wir in weltvergessener Gluth

Schwelgend geruht.