Ach! all die Rosen
R. Radecke
Ach! all die Rosen träumen noch
In ihren grünen Wiegen,
Was mag dem holden Veilchen doch
So schwer im Sinne liegen!
Was mags nur in der Dämmerung
So wunderheimlich nicken,
Und wie in Träumen lebensjung
Zum Stern des Abends blicken? --
Laß ab von jenem falschen Stern
Mit liebekrankem Denken,
Er blinkt so kalt, er blinkt so fern,
Läßt bald dein Köpfchen senken.