Mein schönstes Lied
R. Schumacher
Weiss nicht wie viel ich Lieder sang,
Zu zählen sind sie nimmer.
Ich sang zu Lauten und Becherklang
Bei Sonnen- und Sternenschimmer.
Ich sang im Wald und auf der See,
Über den Wolken im Firnenschnee,
In Sturm und Ungewitter
Und hinter'm Eisengitter.
Mein schönstes Lied, mein hohes Lied
Das ist noch ungeboren.
Wie eine Lerche Nachts im Ried
Schlummert es traumverloren.
Doch wenn's einmal die Flügel schwingt
Und jubelnd zu den Sternen dringt,
Erschallt's zu deinem Ruhme,
Strahlende Wunderblume.