All meine Noth, um die ich bange

R. Schwalm

All meine Not, um die ich mich bange,

Dreht sich um Mädchen und Wein,

All mein Sinnen ist, wie ich gelange

Pünktlich zum Stelldichein.

Wo mir am Hause winket ein Kranz,

Wo eine Geige fiedelt zum Tanz,

Holla! da zwickt's mich am Bein.

Aber um lumpiges Geld die Sorgen

Haben mich niemals gequält,

Habe auch Stehlen und Betteln und Borgen

Nimmer zum Handwerk erwählt;

Niemals zerriß mir am Beutel die Naht,

Zu den paar Pfennigen wird ja noch Rat,

Habe sie niemals gezählt.

Heute geprasst und morgen gefastet

Hat mich noch niemals gereut,

Überall hab' ich und nirgends gerastet,

Wie es mich grade erfreut;

Gulden, du letzter,

der mir noch frommt,

Soll mich nur wundern, wo's morgen herkommt,

Morgen ist aber nicht heut.

Hab' ich doch silbern und goldene Lieder,

Klingen zu Fiedel und Baß,

Schwarzauge komm, du im schwellenden Mieder,

Wirst ja vom Spinnen nur blaß;

Höre doch, Liebchen, den lockenden Ton,

Wie wir nun kommen, so stimmen sie schon,

Her mit dem Besten vom Faß!