Paraphrase des allgemeinen Gebets
R. Thiele
Du Vater in des Himmels Licht,
Vor dessen Strahlenangesicht
Die Seraph' stehn und Cherubim,
Dein Name sei uns immerdar
Geheiliget am Dankaltar,
Und aller Anfang sei mit ihm.
Dein Reich ist Deine weite Welt,
Du hast es Alles wohl bestellt,
Und immer komme dies uns zu;
Dein Wille werde stets vollbracht
In Himmelsglanz, in Erdennacht,
Denn überall bist, Ew'ger! Du.
Gib' heut' uns unser täglich Brod,
Du, unser Retter in der Noth;
Und so vergib' uns uns're Schuld,
Daß wir auch unsern Schuldigern
Vergeben liebend, nah' und fern,
Und hegen Langmuth und Geduld.
Und führ' uns in Versuchung nicht,
Lass' uns getreu sein uns'rer Pflicht,
Und wenn Gewalt droht und Gefahr,
So lös' uns von des Übels Macht,
Du, der hat Alles wohlbedacht,
Dem jedes Herz ist offenbar.
Denn Dein ist ja das Reich, die Kraft,
Die Gutes in dem Menschen schafft,
In ihm macht Deinen Namen kund;
Und zu der Herrlichkeit Gewinn
Führst Du die Deinen liebend hin,
Daß Amen dankend sagt ihr Mund.