Wär Alles nur ein Traum

R. Thoma

Wenn man so sitzt im trüben Muth

Und sich kann fassen kaum,

So denkt man oft: wie wär's so gut,

Wär Alles nur ein Traum!

Ist denn kein Traum die bange Nacht,

Das schwere Herz? Vielleicht

Ist's möglich, daß man doch erwacht

Und Alles, Alles weicht.

Blickt man zum Himmel, stehet der

Umwölkt auch wie in Leid,

Weht doch ein Wind wohl bald daher,

Bringt ihm ein blaues Kleid.

Wind, wehst du weg des Himmels Nacht,

O weh' auch mir um's Haupt,

Daß es von Sonnenschein umlacht

Geträumt zu haben glaubt.