Armes Mädchen, schüchtern fast

R. von Hornstein

Armes Mädchen! Schüchtern fast,

Wie ein Kind so stillbescheiden

Trägst du deines Lebens Last,

Deine Schönheit, deine Leiden.

Und aus deinen Augen spricht

Doch ein Leben tiefsten Kummers,

Tage ohne Sonnenlicht,

Nächte ruhenlosen Schlummers.

Um dein Antlitz, wunderbar,

Um das Leid vergangner Tage

Breitet sich dein dunkles Haar

Wie der Zukunft dunkle Frage.