Der Himmel ist grau
R. von Hornstein
Der Himmel ist grau, mein Herz ist wild,
Du hehre Frau, du bleiches Bild,
Dein Aug' ist trüb von Thränen.
Du weinest, härmst dich ab in Gram,
Da Neid all' unser Glück uns nahm --
Ich knirsche mit den Zähnen.
Der Himmel ist grau, mein Herz ist stark,
In meinen Gliedern edles Mark --
Laß' die Klag', d'ran sich Feinde erbauen.
Vor der Sonne verrollt das Nebelgrau,
Glückselig lächelnd, du stolze Frau,
Soll bald die Welt uns schauen.