Haidebild

R. von Hornstein

O Haideland, wie bist du stille

Und doch voll Droh'n,

In deiner braunen Flechtenhülle

Am Tage schon.

Nun erst, wann dir die Dümmer weben

Den Nebel vor

Und keine Vögel mehr entschweben

Dem wilden Moor!

Wie muß es weh'n in deinen Gründen

So schaurig hohl,

Den Weg aus dir zurückzusinden

Verzagt' ich wohl.

Du trägst das Bild von einem Meere

In deinem Schooß,

Nur läßt dir nicht die Erdenschwere

Die Wildheit los.

Doch glaub' ich, wann die Stürme blasen,

Geschieht es doch,

Daß du im Grimm des Meeres Rasen

Besiegest noch.