Menschentrost

R. von Hornstein

Mein Atem stockt beenget,

Es läßt mich nicht zu Haus,

Von Sorgen schwer bedränget,

Flieh' ich zum Tor hinaus.

Vom kalten Flusse steigen

Die Nebel trüb herauf,

Ein totenähnlich Schweigen

Begleitet seinen Lauf.

Die Pappeln stehn am Strande

Fern aus der stillen Stadt,

Die an das Herz mir tragen,

Was sie mir Teures hat.

Wie gern vom Abendgange

Kehr' ich zu ihr zurück,

Was mich auch dort empfange: --

Nur Menschentrost ist Glück.