Des Jägers Klage
Rafael Behn
Das Mühlrad brauset, das Wasser zerstiebt
Zu eitel Blasen und Schaum;
Dich, schöne Müllerin, hab' ich geliebt,
Das war ein seliger Traum.
Nun kehr' ich zurück in den wilden Hag
Zu meinen Hirschen und Reh'n.
Nun will ich auch wieder den ganzen Tag
Den Wald mit der Büchse durchspäh'n.
Doch sieht durch der Wipfel webende Nacht
Der Mond mit silbernem Schein.
Dann blas' ich auf meinem Waldhorn sacht
Und denke im Herzen dein.
Bald kommt auch die stille, die stille Zeit,
Da schlaf' ich im grünen Revier,
Der Wald nur rauschet noch weit und breit,
Und niemand fraget nach mir.