Noch ahnst du nichts vom Herbst des Haines

Ruth Schonthal

Noch ahnst du nichts vom Herbst des Haines,

drin lichte Mädchen lachend gehn;

nur manchmal küßt wie fernes, feines

Erinnern dich der Duft des Weines, -

sie lauschen, und es singt wohl eines

ein wehes Lied vom Wiedersehn.

In leiser Duft dir Ranken schwanken,

wie wenn wer Abschied winkt. - Am Pfad

stehn alle Rosen in Gedanken;

sie sehen ihren Sommer kranken,

und seine hellen Hände sanken

leise von seiner reifen Tat.