Tiefblau das hohe Himmelszelt
S. Hoch
Tiefblau das hohe Himmelszelt,
So schimmerreich das weiße Feld,
So klar der Berge Gipfel;
Und wie so still die reine Luft,
Still, wie sich's ruht in dunkler Gruft;
Kein Hauch geht durch die Wipfel. --
Nicht wie im Lenz der hastge Drang,
Wenn Flur und Wald und Bergeshang
Von lautem Jubel schallen;
Nicht wie im Herbst der Scheidegruß,
So wehmuthsvoll, der einsam muß
Im scharfen Wind verhallen. --
So stille müßt's in dir auch sein,
Schwieg' ein Mal deines Sehnens Pein
Im ungestümen Herzen,
Und könntest du der Erde Lust
Ob deinem Himmel in der Brust
Vergessen und verschmerzen.