Abschied
S. Neukomm
Einsam durch den weiten Garten
Irr' ich traurig her und hin:
Nicht mehr darf ich ihrer warten,
Der ich ewig eigen bin.
Über diesen Fluß herüber
Winkte noch zuletzt sie mit.
Ach, die Augen gehn mir über:
Sie ist dort, und ich bin hier!
Schweigt, ihr muntern Nachtigallen,
Unsre Frühlingszeit ist aus!
Epheu, laß die Zweige fallen:
Du umrankst ein leeres Haus!
Wenn ein südlich milder Himmel
Heiter sie umfangen hat,
Reißt der Sorgen bang Gewimmel
Mich zur engen, düstern Stadt -- --
Lebe wohl! Was du besessen,
Mache dir das Herz nicht schwer:
Ich nur will dich nie vergessen!
Dich vergessen? Nimmermehr! --