Unterwegs
S. Saloman
Mein Herzenslieb, mein Augenstern,
wie wär' ich, ach, so gern,
bei dir so gern schon wieder!
Das Scheiden, hab' es nie gedacht,
ist ärger als die Nacht,
die schwärz'ste Nacht im Wetter!
Was sollen Mond und Sonnenschein,
Gesellschaft, Speis' und Wein,
der beste Wein mir helfen?
Ich trau're hier, du trauerst dort.
Jetzt könnten wir ein Wort,
ein trautes Wort uns sagen.
In Nebel ist die Stadt gehüllt;
ich seh' zurück - dein Bild,
dein liebes Bild erscheint mir.
Der Wagen rollt, du bleibst zurück.
O möcht' er doch in Stück',
in tausend Stück' zerbrechen!
Nur dass ich wieder zu dir müsst',
dich küssen dürfte, küss-
en, ach das nähm' kein Ende!
Was trieb mich fort - Verdammte Eil'! -
Der Langeweil',
der bösen Langeweil' entgegen?
O Narr, der sich begraben lässt
im allerschlimmsten Nest,
im dummsten Nest auf Erden!
Ich wollt', dass ich gestorben wär',
doch du, mein Kind, mit mir,
sonst nimmermehr, sonst nimmer.
Mein Herzenslieb, mein Augenstern,
bei dir nur bin ich gern,
ach, wär' ich gern schon wieder!
Das Scheiden, hab' es nie gedacht,
ist ärger als die Nacht,
die schwärz'ste Nacht im Wetter!