Erwachen

S. Thalberg

Ich schlief wohl eine lange Nacht,

Ich träumte einen bangen Traum;

Jetzt bin ich von dem Schlaf erwacht,

Und daß ich's bin, ich glaub' es kaum.

Mir flog vorüber Jahr auf Jahr,

Ich wurde alt und krank und matt;

Und nun, ich weiß nicht, wie mein Haar

Sich doch so braun erhalten hat.

Der Schlaf liegt in den Gliedern mir,

Es liegt der Traum in meinem Sinn;

Fremd bin ich in der Heimath hier,

Und schwanke meines Weges hin.