Stille der Nacht
S. Thalberg
Die Sterne blinken trübe,
Auf Erden ist es so still;
Der Schlummer ruht auf Allen,
Ich weiß nicht, was ich will.
Ich möchte wohl auch ruhen,
Doch nur von dir umarmt,
An deinem verschwiegn'nen Herzen,
Das endlich sich meiner erbarmt.
Du aber, du bist ferne,
Und um mich ist Stille der Nacht.
Ach Gott! wohl wissen's die Sterne,
Warum hier der Eine noch wacht.
Die Sterne aber schweigen,
Stumm sind sie, wie das Grab;
Und wollte der Welt ich's zeigen,
Sie wendete schnell sich ab.
So bleib' ich denn im Sehnen
Für mich und weine für mich
Und lösen sich die Tränen:
Dann bet' ich zu Gott für dich.