Nächtig rauscht es durch den Wald
S. Warteresiewicz
Nächtig rauscht es durch den Wald —
O wie klagt es in den Zweigen,
Daß die Freude schon verhallt,
Daß ein herbstlich banges Schweigen
Auf den Sommer folgt so bald!
Und wie weht mir's durch die Brust
Als ein banges Todesahnen,
Daß ich all' die bunte Luft,
All' die heitren Lebensbahnen
Weit dahinten lassen mußt'!
Warum klagst Du, dunkler Wald?
Frühling weckt Dir neue Triebe;
Doch ein Herz, das mächt'ger wallt,
Fühlt nur einmal Glück und Liebe,
Ach — und wird nur einmal alt.